Sicherheitshinweise

Sicherheitshinweise zum Umgang mit UV-Strahlung

UV-Strahlung ist hochwirksam und erfordert einfache und unkomplizierte Maßnahmen für den Personenschutz. So einfach und unkompliziert diese auch sind, es ist wichtig, diese einzuhalten. Ob und welche Maßnahmen bei Ihrer Anwendung bzw. bei Ihrem Aufbau erforderlich sind, erklären wir Ihnen gerne ausführlich im Detail.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Beschreibung Information
UV-Strahlung UV-Strahlung ist gefährlich für Augen und Haut. UV-Strahlenquellen dürfen daher nur unter entsprechenden Personenschutzmaßnahmen betrieben werden. Dies gilt nicht, wenn es sich im geschlossenen Geräte handelt aus denen keine UV-Strahlung austreten kann (Wasserentkeimungssysteme, Luftentkeimungssysteme auf Umluft Basis, etc.).
Schutz vor UV UV-Strahlung bei 254 nm (UV-C) ist abschirmbar durch normales Fensterglas (Borosilikat, Duran, etc.), transparenten Kunststoff wie Makrolon®, Plexiglas® und praktisch alle undurchsichtigen Materialien. Um die ggf. entstehende störende Blendwirkung zu verringern empfiehlt sich die Verwendung von eingefärbtem Material. Weitere Informationen über UV-Filter können der Norm „EN 170 - Persönlicher Augenschutz“ entnommen werden. Quarzglas ist durchlässig für UV-C Strahlung und darf nicht als Schutzglas zum Personenschutz verwendet werden.
Installation / Betrieb Wechselschaltungen, Hinweisschilder bzw. Zwangsabschaltungen sind jeweilig auf Verantwortung und nach Ermessen des Betreibers anzubringen. Werden Einzelkomponenten zur Integration in Anlagen und Geräte bzw. Musterlieferungen in Betrieb gesetzt, so obliegt es dem Betreiber, die einschlägigen elektrotechnischen Vorschriften zu beachten. Nur eingewiesenes Fachpersonal mit entsprechender Ausbildung sollte die Komponenten in Betrieb nehmen.
Materialbeständigkeit Gegenstände können sich nach langer und intensiver UV-Bestrahlung verfärben. Wir empfehlen die Verwendung von UV-beständigen Materialien. Bei der Verwendung von ozonbildenden Strahlenquellen ist zu beachten, dass Ozon eine stark oxidative Wirkung hat.
Ozonbildung Bei der Verwendung von Ozon bildenden UV-Strahlenquellen muss der MAK-Wert (MAK = Maximale Arbeitsplatzkonzentration) vom 0,1 ppm eingehalten werden. Bei Versuchs-aufbauten empfiehlt es sich, einen geeigneten Bereich mit Luftabzug zu verwenden.
Temperatur Niederdruckstrahler weisen im Betrieb eine Leuchtrohrtemperatur von ca. 40°C auf, ähnlich einer Leuchtstofflampe in der beleuchtungstechnik. UV-Strahlenquellen mit Indium-Amalgam Dotierung werden an der Leuchtrohroberfläche ca. 90°C-100°C heiß (Mitteldruckstrahlenquellen ca. 850°C-950°C). Diese Strahlenquellen sind als potenzielle Zündquellen bei Kontakt mit leicht entzündlichen Stoffen zu betrachten. Weiterhin muss die Strahlenquelle ausreichend abkühlen bevor Sie angefasst wird. Um das durchzünden der Strahlenquelle nach dem Abschalten sicherzustellen, sollten Indium-Amalgam dotierte Strahler ca. 2-5 Minuten abkühlen (Mitteldruckstrahler ca. 5-15 Minuten). Ein Abkühlen bei einfachen Niederdruckstrahlern ist nicht erforderlich.